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Hey, ich bin Endre - der Inhaber von fokus fernweh. Ich hoffe, dass ich Euch inspirieren kann, neue Orte zu entdecken und die Welt zu bereisen! Ob Ihr erfahrene Globetrotter seid oder gerade erst mit dem Reisen begonnen habt - ich hoffe, Ihr findet hier die Motivation und die Informationen, die Ihr für Eure Unternehmungen braucht!

Die Insel Symi: Der kleine Ruhepol zwischen Rhodos und der weiten Ägäis

  • Autorenbild: Endre Lommatzsch
    Endre Lommatzsch
  • 30. Nov. 2025
  • 13 Min. Lesezeit

Die Fähre braucht einen Moment, bis Symi sichtbar wird. Erst nur Wasser, dann taucht langsam ein Ort auf, der wirkt, als hätte ihn jemand an den Hang geklebt. Reihen aus hellen Häusern, ein ruhiger Hafen, nichts Lautes. Ich mochte diesen ersten Eindruck sofort. Er kommt ohne große Ansage aus.


Am ersten Morgen bin ich einfach los. Keine Route, kein Ziel. Ich wollte nur schauen, wie sich der Ort anfühlt. Ein paar Stufen später stand ich über der Bucht. Unten startete der Tag, oben war es still. Nur warmes Licht und dieses leichte Rascheln in der Luft. Es war einer dieser Momente, die man nicht geplant hat und die trotzdem hängen bleiben.


Symi funktioniert genau so. Man muss nichts abarbeiten. Man geht los, entdeckt etwas Kleines, bleibt kurz stehen und geht weiter. Mehr braucht es hier nicht. In diesem Beitrag zeige ich Euch, wie sich das anfühlt und was Ihr auf der Insel nicht überseht.


Insel Symi bei Rhodos

Inhaltsverzeichnis


Was Symi besonders macht

Symi wirkt heute ruhig, aber die Insel hat eine Vergangenheit, die man nicht sofort sieht. Früher war sie bekannt für Schwammtaucher, die bis weit auf das offene Meer hinausgefahren sind. Dieser Handel war lange Zeit der wichtigste Wirtschaftszweig und hat den Menschen hier ein gutes Leben ermöglicht. Viele der Häuser rund um den Hafen stammen genau aus dieser Phase. Sie wurden mit viel Liebe gebaut und zeigen, wie stolz die Leute damals waren.


Wenn Ihr durch die Gassen lauft, findet Ihr kleine Hinweise darauf. Türen, die schon viele Sommer gesehen haben. Innenhöfe, in denen noch alte Farben zu erkennen sind. Kirchen, die für eine Insel dieser Größe erstaunlich groß wirken. Vieles davon ist geblieben, weil Symi nie komplett modernisiert wurde. Die Insel hat ihre Form behalten und wirkt deswegen so authentisch.


Was mich an Symi fasziniert, ist die Ruhe, die sich sofort bemerkbar macht. Ihr steigt von der Fähre, lauft ein paar Schritte und merkt schnell, dass der Ort in einem anderen Tempo lebt. Es ist keine Stille, die leer wirkt. Es ist eher dieses Gefühl, dass der Alltag hier leichter läuft. Boote bewegen sich im Hafen, Leute sitzen vor ihren Häusern, manchmal hört Ihr ein Gespräch aus einem offenen Fenster. Alles wirkt vertraut, auch wenn Ihr zum ersten Mal hier seid.


Symi hat keine große Hauptattraktion. Die Insel selbst ist das Erlebnis. Man sieht viel, ohne weit gehen zu müssen. Farben, Licht, Wasser, kleine Wege. Die Mischung aus Alltag und Geschichte macht Symi so angenehm. Man hat nicht das Gefühl, etwas verpassen zu können. Stattdessen geht man langsam durch den Ort, bleibt hier und da stehen und nimmt kleine Momente mit, die man nicht geplant hat.


Anreise und erste Orientierung

Der Weg nach Symi führt fast immer über Rhodos. Viele nehmen die Fähre am Morgen oder am späten Nachmittag. Beide Zeiten haben ihren eigenen Reiz. Am Morgen ist das Licht weicher, am Nachmittag wirken die Häuser am Hang etwas wärmer. Die Überfahrt dauert nicht lange und fühlt sich eher wie ein kurzer Sprung an als wie eine Reise.


Sobald Ihr in den Hafen einfahrt, bekommt Ihr einen guten Überblick über den Ort. Der Hafen ist das Zentrum, alles andere wächst von dort aus den Hang hinauf. Es lohnt sich, die ersten Minuten einfach stehen zu bleiben und den Ort auf sich wirken zu lassen. Man sieht sofort, wie der Tag hier läuft. Boote kommen und gehen, Leute holen Einkäufe, Kinder spielen zwischen den Gassen. Vieles findet im Freien statt, weil das Leben hier nah am Wasser bleibt.


Für die Orientierung braucht Ihr keine Karte. Der Ort ist klein und klar aufgebaut. Unten am Hafen findet Ihr alles, was man am Anfang sucht. Cafés, kleine Läden, Bäckereien und die Wege, die später nach oben führen. Wenn Ihr Euer Gepäck abgegeben habt, geht am besten erst einmal am Wasser entlang. Das gibt Euch ein Gefühl für den Ort und zeigt Euch die ersten Plätze, an denen Ihr später sitzen könnt.


Insel Symi bei Rhodos Griechenland

Wer das obere Viertel sehen will, sollte keine Eile haben. Die Wege ziehen sich in Kurven nach oben und werden irgendwann zu kleinen Stufen. Es ist kein schwieriger Aufstieg, aber man merkt schnell, dass man sich in Symi Zeit nehmen sollte. Je langsamer Ihr geht, desto mehr entdeckt Ihr. Türen, die offen stehen. Kleine Läden, die nur aus einem einzigen Raum bestehen. Schmale Wege, die plötzlich in einem Innenhof enden.


Die Insel sieht auf Bildern oft größer aus, als sie eigentlich ist. In Wirklichkeit könnt Ihr fast alles zu Fuß erreichen. Das gilt zumindest für das Hauptdorf mit dem Hafen und den oberen Vierteln. Die Wege nach oben haben viele Stufen, aber sie sind gut zu gehen. Wer langsam läuft, kommt entspannt an jedem Punkt an.


Ein Auto braucht Ihr im Ort nicht. Die Gassen sind eng, die Wege schmal und Parkplätze knapp. Viele Unterkünfte liegen so nah beieinander, dass der Weg zu Fuß am angenehmsten ist.


Für Strecken außerhalb des Hauptdorfs gibt es einen kleinen Bus, der regelmäßig fährt. Er bringt Euch zum Beispiel zu Orten wie Pedi oder Nimborio. Die Fahrten dauern nicht lang und sind ideal, wenn Ihr nicht den ganzen Tag unter der Sonne laufen wollt.


Taxis gibt es auch, allerdings nur wenige. Manche fahren sogar bis zu den kleinen Stränden, die etwas weiter weg liegen. Viele machen diese Fahrten aber nur, wenn Ihr vorher fragt oder ein wenig wartet.


Am Ende braucht Ihr nicht viel Planung. Die meisten Wege sind kurz, klar und gut machbar. Laufen ist die einfachste und schönste Art, die Insel kennenzulernen. Alles andere nimmt man dazu, wenn es passt.



Wege nach oben und stille Aussichtspunkte

Sobald Ihr den Hafen hinter Euch lasst und in die ersten Gassen einbiegt, verändert sich der Ort spürbar. Die Wege werden enger, die Stufen häufiger und nach wenigen Minuten seid Ihr mitten in einem Netz aus kleinen Häusern und Innenhöfen. Symi fühlt sich hier oben fast wie ein Dorf im Dorf an. Man hört weniger Stimmen, weniger Motoren, dafür Schritte auf Stein und manchmal ein Radio aus einem offenen Fenster.


Der Weg nach oben hat viele Varianten. Ihr könnt eigentlich an jeder Ecke abbiegen und landet trotzdem irgendwann an einem Punkt, von dem aus Ihr den Hafen im Blick habt. Die Stufen sind unterschiedlich hoch, oft schmal und manchmal etwas schief. Das macht den Weg nicht schwer, aber langsamer, und genau das sorgt dafür, dass man immer wieder stehen bleibt.


Die Kali Strata ist der bekannteste Treppenweg, der Gialos mit dem oberen Viertel verbindet. Sie zieht sich wie ein ruhiger Pfad nach oben. Auf halber Strecke gibt es mehrere Abschnitte, von denen Ihr den Hafen perfekt seht. Keine Plattform, kein Schild, nur ein natürlicher Zwischenhalt, der sich gut anfühlt.


Wenn Ihr weiter nach oben geht, erreicht Ihr eine Kirche mit einem kleinen Vorplatz. Von hier sieht man weit über die Bucht und erkennt gut, wie Symi gebaut ist. Es ist selten voll, weil viele Besucher den Weg nicht ganz bis hier oben gehen.


Am oberen Ende des Dorfes öffnet sich der Blick nach zwei Seiten. Auf der einen seht Ihr den Hafen, auf der anderen ein ruhiges Tal. Besonders am späten Nachmittag wirkt dieser Ort angenehm friedlich. Es ist kein offizieller Aussichtspunkt, eher ein Stück Weg, an dem man automatisch stehen bleibt.


Ein wenig weiter oben liegt der Rest einer alten Anlage, die früher zur Verteidigung genutzt wurde. Sie ist nicht groß, aber der Blick reicht weit über das Meer hinaus. Der Weg dorthin führt durch schmale Gassen und fühlt sich fast wie ein kleiner Rundgang durch ein vergessenes Stück Symi an.



Kleine Buchten und Orte zum Abschalten

Symi hat keine langen Strände, aber genau das macht die Insel so angenehm. Statt breiter Küstenabschnitte warten viele kleine Buchten, die jedes Mal ein bisschen anders aussehen. Manche erreicht Ihr direkt zu Fuß, andere mit dem kleinen Bus, ein paar nur mit dem Boot. Alles hält sich in einem überschaubaren Rahmen und fühlt sich eher nach ruhigen Zwischenstopps an als nach großen Strandtagen.


Einer der einfachsten Orte für eine kleine Pause ist Pedi. Der Weg dorthin ist kein Problem und führt zuerst durch das Dorf und dann in ein stilles Tal hinein. Unten am Wasser findet Ihr einen kleinen Abschnitt mit klarem Wasser und ein paar Liegen, aber die Atmosphäre bleibt entspannt. Es ist der ideale Ort, wenn Ihr nicht weit gehen wollt und trotzdem raus aus dem Zentrum möchtet. Viel Schatten gibt es nicht, dafür aber einen Blick auf Boote, die langsam in der Bucht schaukeln.


Insel Symi Rhodos Griechenland

Wer etwas mehr Ruhe sucht, fährt oder läuft zu Agia Marina. Der Weg führt durch eine sanfte Hügellandschaft und endet an einer Bucht, die wie ein kleines Becken wirkt. Ihr habt hier kristallklares Wasser und eine Stimmung, die oft leiser ist als in Pedi. Viele bleiben länger als gedacht, weil es sich wie ein kleiner Rückzugsort anfühlt. Ein paar Stühle stehen bereit, man kann etwas essen und einfach hineingleiten.


Nimborio liegt ein Stück weiter entfernt, aber dafür bekommt Ihr einen Ort, der sich fast wie ein eigenes Dorf anfühlt. Direkt am Wasser reihen sich ein paar Häuser aneinander, dazwischen Schattenplätze und kleine Abschnitte mit schönem Einstieg ins Meer. Es ist ein guter Ort für alle, die gern ein paar Stunden am Stück bleiben, ohne ständig das Gefühl zu haben, wieder zurück zu müssen.


Ganz im Süden liegt Panormitis, ein Ort, der anders wirkt als der Rest der Insel. Das Kloster steht direkt am Wasser, ruhig und selbstbewusst, fast wie ein eigener kleiner Kosmos. Der Weg dorthin zeigt eine kargere Seite von Symi, die man oben im Dorf nicht sieht. Wenn Ihr ankommt, spürt Ihr sofort diese besondere Stille, die viele Klöster haben. Die Bucht davor ist weit und ruhig, oft fast leer. Ein Besuch lohnt sich, selbst wenn Ihr keine lange Runde draus macht. Es ist einer der Orte, an denen Symi zeigt, wie vielfältig es eigentlich ist.


Symi Rhodos Griechenland Insel

Lapathos hingegen liegt etwas versteckt und ist einer der Orte, die man nicht zufällig findet. Die Bucht ist klein, der Einstieg ins Wasser angenehm, und es gibt kaum etwas, das die Szene stört. Wer gern an Orten sitzt, an denen der Tag fast stehen bleibt, findet ihn hier.



Essen, Alltag und kleine Rituale auf der Insel

Essen auf Symi fühlt sich selten nach etwas Besonderem an und wird genau dadurch zu einem wichtigen Teil des Aufenthalts. Viele Tavernen liegen nah am Wasser oder versteckt in kleinen Gassen. Man sitzt oft zwischen Einheimischen, hört kurze Gespräche, das leise Scheppern aus der Küche oder das Schaukeln der Boote im Hafen. Es wirkt alles unaufgeregt und vertraut. In vielen Lokalen kochen Familien, die das schon seit Jahren tun. Der Fisch kommt direkt vom Boot, Gemüse und Kräuter aus der Umgebung. Vieles entscheidet sich nach dem, was der Morgen gebracht hat. Wenn Ihr Glück habt, landet auf Eurem Tisch ein Teller mit den kleinen Garnelen, für die Symi bekannt ist. Kurz gebraten, mit etwas Zitrone, mehr braucht es nicht.


Der Morgen läuft in einem anderen Tempo. Die ersten Bäckereien sind früh offen, oft schon bevor der Hafen richtig wach wird. Ihr könnt Euch einen Kaffee holen oder ein kleines Gebäck und dann eine Runde am Wasser drehen. Die Luft ist noch angenehm kühl und der Ort wirkt fast wie ein leises Dorf aus einer anderen Zeit.


Wer ein wenig genauer hinsieht, merkt schnell, dass Essen und Alltag hier eng mit Tradition verbunden sind. Und diese Tradition zeigt sich besonders stark, wenn irgendwo ein Fest stattfindet. Die Insel hat mehrere Feierlichkeiten, die das Jahr prägen und Euch einen Blick auf das echte Inselleben geben. Im Sommer läuft das Symi Festival, das sich über mehrere Wochen verteilt. Konzerte, Theater, Ausstellungen und kleine Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten statt. Vieles ist frei zugänglich und wirkt eher wie ein Treffpunkt für alle, die gerade da sind. Dazu kommen die religiösen Feste, die in Griechenland eine wichtige Rolle spielen. Wenn irgendwo ein Panigiri ( = traditionelles, griechisches Fest) stattfindet, dann steht eine Kirche im Mittelpunkt und der Tag gehört dem ganzen Ort.


Besonders eindrucksvoll ist der Festtag im Kloster des Erzengel Michael in Panormitis ganz im Süden der Insel. Viele kommen von weit her, um daran teilzunehmen. Das Kloster liegt direkt am Wasser und wirkt in dieser Zeit noch lebendiger. Der Duft von Essen zieht über den Hof, Stimmen mischen sich mit dem Klang der Glocken und immer wieder kommen kleine Gruppen an, die sich dem Ritual anschließen. Auch im August finden in mehreren Kirchen der Insel Feiern statt, die Besucher gern miteinbeziehen. Es sind Tage, an denen Symi zeigt, wie eng Glauben, Alltag und Gemeinschaft miteinander verbunden sind.


Tipps für Eure Planung

Symi wirkt klein und unkompliziert, aber ein paar Dinge helfen bei der Vorbereitung, damit Ihr die Insel ohne Stress erlebt. Die Anreise läuft meistens über Rhodos. Von dort gehen täglich mehrere Fähren, manche langsam, manche schneller. Wenn Ihr empfindlich auf Bewegung im Wasser reagiert, wählt am besten die etwas größere Fähre. Die Fahrt dauert zwar länger, fühlt sich aber stabiler an.


Symi Rhodos Griechenland Insel

Unterkünfte sind in Symi oft kleiner und familiär geführt. Viele liegen rund um den Hafen oder etwas höher in Chorio. Unten seid Ihr näher an Restaurants und dem Wasser, oben habt Ihr mehr Ruhe und eine schöne Aussicht. Wenn Ihr nicht gut zu Fuß seid, ist die Lage am Hafen deutlich angenehmer. Die Wege nach oben sind charmant, aber voller Stufen.


Die beste Reisezeit hängt ein wenig davon ab, was Ihr sucht. Mai und Juni sind warm, aber nicht zu voll. Im Juli und August wird es heiß, und der Ort bekommt mehr Besucher. Der September ist ideal, wenn Ihr Badewetter möchtet und gleichzeitig etwas weniger Trubel wollt. Im Oktober wird es ruhiger, das Meer ist aber noch warm genug zum Schwimmen.


Für Wege auf der Insel braucht Ihr selten ein Auto. Viele Strecken lassen sich zu Fuß, mit dem Bus oder per Taxi Boot erledigen. Die kleinen Boote fahren mehrfach am Tag zu verschiedenen Buchten. Es lohnt sich, die Zeiten einmal am Hafen anzuschauen und nicht zu sehr zu planen. Vieles ergibt sich spontan. Wenn Ihr die Insel am Wasser entlang erkunden möchtet, ist das die angenehmste Art und zeigt Euch Symi aus einer anderen Perspektive.


Auch das Thema Wasser sollte man ernst nehmen. Die Sonne wird schnell stark und viele Wege haben kaum Schatten. Eine kleine Flasche reicht kaum für längere Runden, besonders wenn Ihr die Treppen nach oben mehrmals am Tag nehmt. Nehmt lieber etwas mehr mit, auch wenn Ihr nicht viel eingepackt habt.


Geldautomaten gibt es, aber nicht überall. Direkt im Hafen findet Ihr einige. Sie funktionieren zuverlässig, aber hebt lieber nicht in letzter Minute ab, falls eine Maschine gerade leer ist. Viele Tavernen bevorzugen Bargeld, obwohl Karten inzwischen fast überall akzeptiert werden.


Wenn Ihr Fotos machen möchtet, plant ein wenig Zeit am Morgen ein. Das Licht am Hafen ist dann weich, die Gassen sind leerer, und die Farben der Häuser wirken natürlicher. Abends ist es ebenfalls schön, aber die Sonne verschwindet früher hinter den Hügeln, als man denkt.


Lohnenswerte Fotospots

Symi ist für Fotografen ein Geschenk, weil die Insel viele kleine Motive bietet, die ganz von selbst entstehen. Man muss nicht lange suchen, die Situationen ergeben sich beim Gehen. Das Licht, die Farben, das Wasser und die vielen verwinkelten Wege machen es leicht, immer wieder etwas Neues zu entdecken.


Ein klassischer Platz ist die Promenade am Hafen. Vom frühen Morgen bis in den Abend verändert sich hier alles ständig. Die Fassaden am Hang leuchten am Morgen weich und zeigen am Nachmittag viel mehr Tiefe. Wenn Ihr gern menschenleere Szenen festhaltet, geht sehr früh los. Dann gehört Euch der Ort fast allein.


Ein besonders schöner Blick entsteht von der Kali Strata aus. Dieser lange Treppenweg führt vom Hafen nach oben in das alte Viertel. Auf halber Strecke könnt Ihr zurückschauen und seht die Häuser wie eine Kulisse, die sich um die Bucht legt. Das Licht kommt dort oft seitlich, was Strukturen und Farben gut herausbringt.


Oben in Chorio findet Ihr viele kleine Höfe, alte Türen und ruhige Gassen, die im Schatten liegen. Es lohnt sich, einfach zu laufen und Motive mitzunehmen, die Ihr nicht geplant habt. Besonders am Nachmittag, wenn die Sonne flacher steht, wirken die Gassen und Mauern weicher.


Ein weiterer guter Ort liegt oberhalb des Hafens an der kleinen Kirche mit Blick nach Süden. Ihr habt dort einen weiten Blick über die Dächer hinweg und seht, wie sich das Dorf nach oben zieht. Die Stimmung ist ruhig und Ihr könnt in aller Gelassenheit arbeiten.


Wer das Wasser lieber aus einem anderen Winkel sieht, sollte nach Nimborio gehen. Die Bucht ist offen und wirkt klarer als der Hafen. Die Kombination aus Felsen, Wasser und kleinen Häusern ergibt Motive, die sich sehr von dem unterscheiden, was Ihr unten im Hauptort findet.


Auch Lapathis und Lapathos sind spannend, gerade weil das Wasser dort extrem klar ist und die Buchten von hohen Felsen umgeben sind. Wenn die Sonne hoch steht, entsteht ein kräftiges Blau, das sich gut für Detailaufnahmen eignet. Boote, die kurz stoppen, geben zusätzlich interessante Perspektiven.


Und dann ist da noch Panormitis. Das Kloster liegt direkt am Wasser und hat eine ruhige, fast feierliche Atmosphäre. Die Architektur, die Spiegelungen im Wasser und der offene Raum vor dem Kloster lassen sich gut fotografieren. Es lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen und die Stimmung wirken zu lassen.


Meine Eindrücke und Fazit

Symi hat mich auf eine leise Art überrascht. Ich hatte erwartet, dass die Insel hübsch ist, vielleicht auch ein wenig touristisch, aber nicht, dass sie sich so ruhig und gleichzeitig so lebendig anfühlt. Vieles passiert im Kleinen. Ein Gespräch vor einer Haustür, ein Boot, das langsam anlegt, eine Katze, die im Schatten schläft, ein Hof, in dem jemand Tomaten sortiert. Diese kleinen Momente bleiben hängen, weil sie nicht geplant sind.


Was mich am meisten beeindruckt hat, ist das Gleichgewicht zwischen Alltag und Schönheit. Symi wirkt nie übertrieben. Die Häuser sind bunt, aber nicht schrill. Die Gassen sind eng, aber nicht unübersichtlich. Die Buchten sind klein, aber klar und angenehm. Alles ist da, ohne laut zu sein. Man bewegt sich durch den Ort und merkt irgendwann, wie der Tag ruhiger wird, als man es gewohnt ist.


Symi Rhodos Griechenland

Viele Besucher bleiben nur ein paar Stunden und fahren noch am selben Tag zurück nach Rhodos. Schade eigentlich. Symi entfaltet sich erst, wenn man länger bleibt. Wenn man morgens die Bäckerei besucht, mittags durch Chorio läuft, am späten Nachmittag an einer der Buchten sitzt und am Abend am Hafen isst. Erst dann versteht man den Charakter der Insel.


Auch fotografisch hat Symi viel zu bieten. Trotzdem hatte ich oft Momente, in denen ich die Kamera nicht brauchte. Der Blick reichte. Man sitzt irgendwo, hört das Wasser, spürt die Wärme und denkt sich, dass dieser einfache Augenblick gerade reicht.


Für mich ist Symi ein Ort, der nicht drängt. Die Insel lässt Euch kommen, ankommen und dann so viel entdecken, wie Ihr möchtet. Man muss nichts abhaken. Man muss nichts planen. Man lässt sich treiben und merkt irgendwann, dass genau das der Reiz ist. Und vielleicht bleibt Symi gerade deshalb lange im Kopf. Nicht wegen eines besonderen Bauwerks oder eines spektakulären Strandes, sondern wegen eines Gefühls, das man unterwegs einsammelt, ohne es zu suchen.


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Endre Lommatzsch

Hey, ich bin Endre - der Inhaber von fokus fernweh. Ich hoffe, dass ich Euch inspirieren kann, neue Orte zu entdecken und die Welt zu bereisen! Ob Ihr erfahrene Globetrotter seid oder gerade erst mit dem Reisen begonnen habt - ich hoffe, Ihr findet hier die Motivation und die Informationen, die Ihr für Eure Unternehmungen braucht!




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